„Menschen am Fluss im globalen Süden. Erfahrungen und Information“

Termin: Di, 13. Oktober 2026
Uhrzeit: 18:00
Ort: Kosmopolitische Bibliothek, Europahaus Burgenland (im ÖJAB Haus Eisenstadt), Campus 2, 7000 Eisenstadt

Ivan Illich veröffentlichte 1985 einen Essay mit dem Titel: „H2O und die Wasser des Vergessens.“ Darin zeichnet er nach, wie das Wasser seiner mythischen Bedeutung beraubt, zu einem urbanen Reinigungsmittel wurde. Medizin, Kunst, Mythologie, Architektur, Technologie und Vorstellungen vom Leben nach dem Tod spielen eine Rolle in dieser kurzen Geschichte des Wandels unserer Wahrnehmung von Wasser.

Referentin Univ.-Prof. Dr. Martina Kaller (Universität Wien) geht in ihrem Vortrag gehe auf das Verständnis von Flüssen als Lebewesen ein, das der Idee vom Wasser als Naturressource zuwiderläuft. Als Beispiel dient u.a. der Fluss „Los Cedros“ in Ekuador. Ihm wurde 2022 auf der Grundlage der Verfassung des Landes das Recht auf Leben zugesprochen.

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