Nachlese zur Exkursion ins Parlament

Termin: Samstag, 09. Mai 2026, 11:30 – 13:00
Ort: Parlament Österreich, Dr. Karl Renner-Ring 3, Wien


Am Europatag besuchten wir das Österreichische Parlament in Wien. Auf dem Programm stand eine Themenführung anlässlich 50 Jahre Volksgruppengesetz, die die Entwicklung der Anerkennung der sechs autochthonen Volksgruppen vom Ende der Monarchie bis heute nachzeichnete. Thematisiert wurden u. a. Volksgruppenrechte, Sprachregelungen, zweisprachige Ortstafeln und Schulen sowie die Rolle von Abgeordneten aus autochthonen Volksgruppen.

Besonders eindrucksvoll war der Rundgang mit Blick in zentrale Räume parlamentarischer Arbeit: vom historischen Sitzungssaal über den heutigen Nationalratssaal bis hin zur Säulenhalle. Auch die Ausschussräume konnten wir besuchen – jene Orte, an denen oft die entscheidenden Vorberatungen zu Gesetzen und Entschließungen stattfinden. Ein Höhepunkt der Führung war auch die Parlamentsbibliothek, die allein schon einen Besuch lohnt. Im Rahmen der aktuellen Ausstellung zu den Volksgruppen ist dort ein eigener Bereich mit ausgewählter Literatur gestaltet.

In unserer Gruppe entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die aktuelle Situation der autochthonen Volksgruppen in Österreich und die Frage, wie ihre Rechte heute weiter gestärkt werden können. Seit langem wird etwa die Einrichtung eines eigenen Volksgruppenausschusses gefordert, der bislang nicht umgesetzt wurde. Dialogformate mit Vertreter:innen der Volksgruppen geben jedoch Anlass zur Hoffnung, dass Anliegen stärker Gehör finden. Nachdenklich stimmt, dass das Wissen über die Volksgruppen Österreichs längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Gerade deshalb sind Ausstellungen, Bildungsarbeit und öffentliche Sichtbarkeit so wichtig.

Einige Eindrücke von unserem Tag im Parlament:

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